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Hochschulpolitik
Studierendenrabatte, ja bitte! PDF Drucken E-Mail

BIST DU GUT GENUG FÜR STUDIERENDENRABATTE ?

Liebe Mitstudierende, immer wieder kommt es vor, dass Studierenden hier in Fulda ausgewiesene Studierendenrabatte mit dem Hinweis auf ihr Alter verwehrt werden.

Hierzu erklärt der AStA der Hochschule Fulda in seiner öffentlichen Sitzung am 25.10.2012, dass dies als
untragbare Diskriminierung einzelner Studierender abzulehnen ist, da sich der Status „Studierender“ aus nichts
anderem ableitet als der Einschreibung an einer (Hoch-)Schule. Der Nachweis einer solchen Einschreibung kann
seitens Studierender unkompliziert durch Vorzeigen eines Studienausweises erfolgen (Beispiele: ISIC oder Studien-
ausweis der Hochschule Fulda oder einer beliebigen anderen (Hoch-)Schule und/oder Universität).

Ausgehend von diesen grundlegenden Fakten möchte der AStA Fulda darauf hinwirken, dass zukünftig kein
Studierender mehr diskriminiert wird, da die Verweigerung ausgeschriebener Studierendenrabatte ab einem
willkürlich festgesetzten Alter in keiner Weise die soziale Lage dieser Mitstudierenden achtet. Ältere Studierende
sehen sich oftmals sogar gewissen Mindereinnahmen (zum Beispiel: Wegfall Kindergeld) und Mehrausgaben (zum
Beispiel: Krankenkassenbeiträge sind ab 30 vollständig selbst zu tragen) gegenüber.

Hieraus ergibt sich für den AStA der Hochschule Fulda als Interessenvertretung der Studierenden eine
Klärungsverpflichtung. Wir werden uns zeitnah mit Studierendenrabattverweigerern in Kontakt setzen und diese leider
übliche Praxis hinterfragen. Daher möchten wir zunächst die Studierenden unserer Hochschule bitten, uns schwarze
Schafe in Sachen Studierendenrabatte zu melden, damit wir neben den bereits bekannten möglichst alle relevanten
Stellen in den geplanten Dialog einbeziehen können.

Wenn Du ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht hast, schicke uns bitte per eMail relevante Daten (Wo/wann wurde
Dir von wem weswegen ein ausgeschriebener Studierendenrabatt verweigert?) an:

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Euer AStA-Team
(hier vertreten durch Manuel, Referat HoPo)

 
Du und der Hochschulpakt PDF Drucken E-Mail

Liebe Studierende der Hochschule Fulda,

vor wenigen Wochen gab es Nachverhandlungen zum hessischen Hochschulpakt 2020 [i.d.F. HSP 2020].

Durch doppelte Abiturjahrgänge und erleichterte Hochschulzugangsberechtigung werden in Hessen mehr Hochschulplätze benötigt als derzeit bestehen. Darum vergibt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst Gelder, die an die Bedingung geknüpft sind zusätzliche Studierende aufzunehmen, das ist ein wesentlicher Punkt des HSP 2020. Das Präsidium erstellte zum 31.10.2012 ein vorläufiges Konzept zur Verwendung der finanziellen Mittel. Als Studierendenvertretung wurde auch der AStA gebeten, ein Konzept seiner Ideen zusammenzustellen.

Die Bedingungen, die der AStA an den Hochschulpakt stellt, sind:

- Beibehaltung und Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre
- ein Studierendenhaus

Wobei der erste Punkt oberste Priorität besitzt. Die Entscheidungs- und Meinungsfindung in dieser Sache ist momentan an der Hochschule in vollem Gange.

Einige Mitglieder der verfassten Studierendenschaft wendeten sich an den AStA als kritisches Gremium und baten um eine Stellungnahme, da es im Vorfeld an Öffentlichkeit bezüglich des Beschlusses mangelte. Der AStA bat daraufhin den Präsidenten Position zu beziehen. Damit ihr Euch ein dezidiertes Bild machen könnt, wollen wir Euch auch diese Stellungnahme nicht vorenthalten und darauf folgend das Meinungsbild der Studierenden, die sich mit der Problematik befasst haben.




Sehr geehrter Herr Langermann,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme und die konstruktiven Vorschläge zum HSP 2020.

Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck an dem Positionspapier der Hochschule Fulda zum HSP 2020, das wir bis zum 31.10.2012 an das Ministerium schicken müssen. Ziel ist es bis Mitte nächster Woche den Entwurf an den Senat und den AStA zu schicken.

Ihre Bedenken, dass die Qualität von Studium und Lehre durch die zusätzliche Aufnahme von Studierenden leiden könnte, ist sicherlich grundsätzlich berechtigt. Daher teile ich (und das gesamte Präsidium) Ihre Einschätzung vollkommen, dass die Sicherung und die Verbesserung der Qualität der Lehre bei all den Maßnahmen höchste Priorität haben muss. Auch der Verbesserung des studentischen Lebens auf dem Campus kommt von unserer Seite ein hoher Stellenwert zu. Hier gibt es bereits eine Reihe von Vorschlägen, die in die

von Ihnen vorgeschlagene Richtung gehen. Ich würde es daher sehr begrüßen, wenn der AStA und die Studierenden sich hier bei der weiteren Entwicklung der konkreten inhaltlichen und baulichen Umsetzung mit ihren Ideen einbringen würden, damit wir in guter Abstimmung möglichst viel davon umgesetzt können.

Damit Sie einen ersten groben Überblick bekommen, was wir insgesamt vorhaben, hier schon einmal vorab einige Informationen.

Wir planen den Aufbau von insgesamt ca. 300 neuen Studienplätzen (das ist bezogen auf die Größe der Hochschule sicher leistbar). Dafür hat uns das Ministerium allerdings eine deutlich überproportionalen Budgetzuwachs in Aussicht gestellt. Wir wollen diese Mittel gezielt einsetzen, um die Qualität der Lehre (in allen Bachbereichen und Studiengängen) zu sichern und möglichst zu verbessern. Dies deckt sich zu 100% mit Ihren Prioritäten. Die Maßnahmen umfassen in erster Linie neues Lehrpersonal in den Fachbereichen (Professuren, Lehrkräfte für besondere Aufgaben, wissenschaftliche/technische administrative Mitarbeiter). Ziel ist es insgesamt den Anteil der Lehrveranstaltungen durch hauptamtlich Lehrende zu erhöhen und die Gruppengrößen zu verkleinern.

Daneben müssen wir die räumlichen Rahmenbedingungen noch einmal entscheidend

verbessern. Im Wesentlichen betrifft dies Lehrveranstaltungsräume/Seminarräume/Gruppenarbeitsräume, aber auch Büros für neues Personal und weitere Räume. Hier prüfen wir derzeit die Optionen zur räumlichen Erweiterung (Neubau, Ankauf, Anmietung), sind aber sehr zuversichtlich, dass wir eine deutliche Entspannung der Raumnot mit den HSP 2020 Mitteln hinbekommen. Auch das ist aus unserer Sicht ein entscheidender Schritt zur nachhaltigen Verbesserung der Rahmenbedingungen für Studium und Lehre.

Ihre interessante Anregung eines "Studierendenhauses" werde ich in diese Überlegungen mit aufnehmen. Wenn sich die Planungen für die baulichen Maßnahmen konkretisieren, sollten wir gemeinsam überlegen, wie wir Ihre Ideen ggf. umsetzen können.

Alle 8 Fachbereiche haben uns inzwischen mitgeteilt, in welchen Studiengängen Sie Erweiterungen planen. Die Fachbereichsräte haben sich letzte Woche damit befasst. Wir rechnen momentan aus, welchen zusätzlichen personellen und räumlichen Bedarf die Fachbereiche haben und würden das in den Antrag an das Ministerium übernehmen. Auf Grund des sehr engen Zeitplans ist aber auch klar, dass eine Reihe von Details noch offen bleiben müssen. Wenn in den Verhandlungen mit dem Ministerium dann der Rahmen festgelegt ist, werden wir sehr viel genauer planen können.

Soviel vielleicht als erste Rückmeldung. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den Entwurf unseres Antrags kritisch lesen und ggf. kommentieren könnten. Dann hätten wir vor Abgabe des Antrags vielleicht noch die Chance, Ihre Kommentare zu berücksichtigen. Ich stehe Ihnen natürlich auch für kurzfristige Rückfragen zur Verfügung und danke Ihnen noch einmal für die wertvollen Rückmeldungen aus studentischer Sicht.

Viele Grüße,

Karim Khakzar




Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Khakzar,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Wir, Mitglieder der Verfassten Studierendenschaft, können den Standpunkt der Hochschule zum hessischen Hochschulpakt 2020 in großen Teilen nachvollziehen. Trotz Ihrer Ausführungen befürchten wir, dass die sich daraus resultierenden Änderungen negativ auf die Qualität von Studium und Lehre auswirken werden. Durch die Änderungen des HSP 2020 erhöht sich die Anzahl der zusätzlichen Studienplätze merklich und das noch bevor die dafür notwendigen Räumlichkeiten und die Verstärkung des Personals auch nur im Ansatz geschaffen worden sein können. Genau auf diese Tatsache beruft sich unsere Kritik an dem unmoralischen Angebot der Ministerin Kühne-Hörmann.

Bereits jetzt mangelt es an räumlichen und personellen Kapazitäten. Die Folgen sind lernhinderliche Gruppengrößen, Vorlesungsausfall und überfüllte Räume. Den Studierenden ist bewusst, dass diese Probleme durchaus mit den zusätzlichen Geldern lösbar wären. In Anbetracht des zeitlichen Rahmens und der hohen Anzahl an zusätzlich neu aufzunehmenden Studierenden wird es durch die geplanten Maßnahmen nicht nur bei den beschriebenen Verhältnissen bleiben sondern sie werden sich mit großer Gewissheit sogar verschlechtern.

Die Absolvent*innen der kommenden Jahre werden es besonders schwer haben, da Gebäude nicht aus dem Boden sprießen, Dozent*innen nicht auf Bäumen wachsen und Studierende sich nicht in Luft auflösen. Hier wird aus unserer Sicht eine erhöhte Abbrecher*innenquote aufgrund der Aussicht auf höhere Mittel billigend in Kauf genommen. Der gesellschaftlichen Verantwortung der Hochschule gegenüber der zukünftig, zunehmenden Zahl an Studierenden sind wir uns durchaus bewusst. Dennoch darf die Verantwortung gegenüber der momentanen Studierendenschaft nicht vernachlässigt werden und schon gar nicht auf deren Schultern lasten.

Schon alleine die Berufung von hauptamtlichen Lehrenden bedeutet einen enormen Zeit- und Personalaufwand, der definitiv bis zum Wintersemester 2013/2014 nicht umgesetzt werden kann. Davon abgesehen ist die Auswahl von hauptamtlichen Lehrenden unter Zeitdruck sicherlich nicht der Qualität von Studium und Lehre zuträglich. Da sich die Bewerbungen neuer Studierender nicht gleichmäßig auf die Studiengänge verteilen, befürchten wir, dass gerade einzelne Fachbereiche mit hohen Bewerber*innenzahlen die Leidtragenden sein werden.

Auch wenn wir auf einen verantwortungsvollen Einsatz der Gelder durch die Hochschulleitung vertrauen, bringen, wir die Studierendenschaft, hiermit unsere Kritik zum Ausdruck und fordern die Hochschule auf eine Lösung zu finden, bei der die aufgezeigten Probleme zu 100% berücksichtigt werden.

Mit freundlichem Gruß

Mitglieder der Verfassten Studierendenschaft

Als Studierendenvertretung wurde auch der AStA gebeten, ein Konzept seiner Ideen zusammenzustellen.

 
[HSW11] Die Kandidierenden PDF Drucken E-Mail

Wahlen zum Senat:

Freie Liste

Bernadet Aghanian -SK-
Joachim Spanger -SK-
Sebastian Blondin -PG-
Hakan Bicakci -SK-
Vivien Weiß -PG-
Jessica Liebetrau -OE-
Daniel Abt -PG-
Peter Raabe -PG-
Matthias Wieland -SK-
Ingeborg Gutberlet -SW-
Jan Brocks -SW- (Nina Ricarda Krause -SW-)

WELTmAIsTer

Volker Schöniger -W- (Christian Dimitriou -W-)
Ali Kazemipour -AI- (Benjamin Gonther -AI-)
Mohammad-Zahir Akbari -AI-
Annabel Zipfel -LT-
Andreas Herbert -LT-
Stephanie Riedel -LT-
Natascha Kranz -LT-
Deborah Herfurth -W-

Wahlen zum Studierendenparlament

Freie Liste

Sinja Seehaber -SK-
Sandra Maier -PG-
Steffen Tritschler -SK-
Daniela Schneider -PG-
Nina Ricarda Krause -SW-
Dominik Müller -SW-
Patrick Langermann -SW-
Jan Brocks -SW-
Ingeborg Gutberlet -SW-
Anne Zwiefelhofer -SK-
Kati Tolle -SK-
Corinna Michels -OE-

WELTmAIsTer

Volker Schöniger -W-
Christian Lehr -LT-
Tobias Bleuel -ET-
Christian Rosenberger -LT-
Matascha Kranz -LT-
Mohammad-Zahir Akbari -W-
Nora Engelmohr -W-
Miriam Schäfer -W-
Alexander Köhler -ET-

Wahlen zum Fachbereichsrat

Sozialwesen

Jan Brocks
Max Gassen
Ingeborg Gutberlet (Nina Ricarda Krause)

Sozial- und Kulturwissenschaften

Görkem Gülsen (Nadja Noll)
Katie Freeman (Katharina Hodes)
Matthias Wieland (Christian Würges)
Sinja Seehaber (Leoni Ocker)

Elektro- und Informationstechnik

Andreas Labendsch
Ann-Kathrin Brugger
Alexander Köhler

Wirtschaft

Volker Schöniger
Patrick Oltmann (Silvia Möller)
Diana Eiser
Marina Geiger
Mohammad-Zahir Akbari
Christina Dimitriou

Oecotrophologie

Neele Bartl (Sonja Voigt)
Arthur Schulz (Sonja Raeder)
Stephanie Krenz (Cora Schwendtner)
Martin Wolski
Kathrin Kornek
Edina Grau Eberhardt
Christiane Knetsch

Pflege und Gesundheit

Tim Strüver
Laura Pommersheim
Julia Steinbicker
Simon Veith
Peter Freund

Lebensmitteltechnologie

Regina Tjoa
Madeleine Tawasi
Elisa Firley
Andreas Herbert
Natascha Kranz
Stefan Haas
Lena Raude
Leyla Denizhan

Angewandte Informatik

Kai Gillmann
Melissa Hauth
Marcel Klomannn
Ralph Simon
Roman Sokolowski
Laura Wolter
Agnes Martens
Ingo Bundszus
Benjamin Gonther

Wahlen zum Fachschaftsrat

Angewandte Informatik

Kai Gillmann, Alessa Link, Klaus Steigerwald, Benjamin Gonther, Melissa Hauth, Marcel Klomann, Ralph Simon, Alexander Stoldt, Ingo Bundszus, Florian Flügel, Vitalij Becker, Vivien Faust, Johannes Ebert, Philip Bschorner

Lebensmitteltechnologie

Medelaine Tawasi, Regina Tjoa, Lena Raude, Anika Krug, Carina Steffes, Andreas Herbert, Jennifer Rumpf, Christian Rosenberger, Leyla Denizhan, Stephanie Riedel, Elisa Firley, Eva Seidel, Michael Kleiber, Stefan Haas, Natascha Kranz, Christian Lehr, Sebastian Stein, Elke Müller, Regina Beer, Robert Manteufel

Pflege und Gesundheit

Julia Steinbicker, Peter Freund, Leura Pommersheim, Anna Kaufmann, Peter Raabe, Beatrice Hanel, Clarissa Kühl, Daniel Abt, Sabina Karim, Berit Grünert, Lena Michel, Judith Angenendt, Mirjam Landmesser, Tim Strüver, Dayn James Rouse, Johannes Bösche, Charlotte Schneller, Tommy Bauer

Oecotrophologie

Juliane Lackner, Jassin Krebs, Marleen Hothan, Janis Hampe, Nadine Marquardt, Andreas Kruke, Daniel Zündorf, Peter Schmidt, Philipp Rieger, Sonja Raeder, Jonathan Palte, Leonhard Gulewitsch

Wirtschaft

Volker Schöniger, Patrick Oltmann, Nora engelmohr, Frank Kobielski, Anika Mack, Silvia Möller, Daniela Notarnicola, Alexander Quanz, Miriam Schäfer, Michael Stach, Sonja Symmank, Sebastian Unger, Alois Wuitz, Veronica Jöckel, Sascha Handke, Michael Jestädt, Christina Dimitriou, Tobias Schartner, Phillip Thom, Lukas Römmler, Christian Kalley, Christian Bolz, Aaron Berneck, Stephan Spatz, Franziska Landt, Katharina Klinge, Kasia Kolesky, Eric Autmann, Diana Eiser, Merina Geiger, Christian Dittrich, Yvonne Rehmer, Deborah Herfurth

Elektro- und Informationstechnik

Andreas Labendsch, Min Dai, Nikita Jenschin, Peter Santa, Simon Harasty, Maxim Pfaffenroth, Katharina Kohlmann, Ann-Kathrin Brugger, Alexander Köhler, Marcel Hartung, Georgi Dangel, Tobias Bleuel

Sozial- und Kulturwissenschaften

Joachim Spanger, Aileen Voellger, Maren Wöhrle, Jessica Ruppe, Nadja Noll, Christian Hardt, Johann Drünert, Björn Mehling, Judith Diestertich, Christian Würges, Leoni Ocker, Hakan Bicakci, Hannah Herborn, Adiam Zerisenai, Nora Wagner, Nadine Markert, Tatjana Baun, Anne Zwiefelhofer, Görkem Gülsen, Lisa Moessing

Sozialwesen

Elisabeth Schweiger, Jana Bott, Dominik Müller, Mathias Rentsch, Jan Brocks, Michael Möller, Danny Schindler, Hubert Rathay, Priscilla Peter, Patrick Langermann, Nora Hagmans, Nina Ricarda Krause, Max Gassen, Hannes Meinecke, Jonas Fischer, Ingeborg Gutberlet, Robert Feist, Lisa Oehme

 
[fzs] Studienplatz, ja. Wohnung, nein. PDF Drucken E-Mail
15.11.2011: fzs (Berlin). Traurige Blicke vor Aushängetafeln in Hochschulen. Aussagenwie "Ich achte schon gar nicht mehr auf den Preis". Studierende deren Wohnung immer noch der große Rucksack mit Isomatte und Regenschirm ist. Das sind die derzeitigen Auswüchse der Wohnsituation an Hochschulstandorten.

"Die Wohnsituation hat sich in vielen Städten nicht entspannt. Noch immer schlafen Studierende für viel Geld in Notunterkünften mit bis zu 30 anderen Menschen. Manche sind auf Onlinebörsen wie CouchSurfing angewiesen. Das ist eine untragbare Situation. Jede*r muss das Recht auf eine angemessene Wohnung haben. Das Wohnungsnotproblem war genau wie das Zulassungschaos vorprogrammiert. Wenn Hochschulen immer mehr Studierende aufnehmen, zeitgleich den Studierendenwerken aber die finanziellen Mittel gekürzt werden, können keine neuen Wohnungen gebaut werden. Daher müssen die Bundesländer dringend in die Pflicht genommen werden, die Studierendenwerke wieder stärker zu unterstützen", so Salome Adam, Vorstandsmitglied im fzs. In verschiedenen Städten werden Kampagnen geplant, um auf diese Probleme aufmerksam zu machen. In Aachen wird schon darüber nachgedacht, Container aufzubauen, um Studierende unterzubringen. Diese Situation wird sich noch verschärfen, wenn in verschiedenen Bundesländern die doppelten Abiturjahrgänge den Ansturm erhöhen. Die Verknappung von Wohnraum ist jedoch nicht nur für Studierende ein Problem. Der Mangel an Wohnraum und die verbundenen Preissteigerungen sind für die gesamte Gesellschaft ein Problem. In Zeiten unsicherer Finanzmärkte wird Wohnraum zur sicheren Anlage für renditeverwöhnte Investor*innen. "Gerade auch der soziale Aspekt darf nicht vergessen werden. Teilweise müssen Studierende 70 Prozent des BAföG-Höchstsatzes für ein normales Zimmer bezahlen. Geld zum Leben bleibt dann kaum noch. Studierende verarmen durch die Zimmermiete. Es kann nicht sein, das Studierende die Wahl zwischen Essen oder Wohnung haben. Daher fordern wir die gesicherte Bereitstellung von bezahlbaren Wohnungen für alle", ergänzt Torsten Rekewitz, ebenfalls Mitglied im fzs-Vorstand Auch um auf diese Problem aufmerksam zu machen, werden in dieser internationalen Bildungsprotestwoche Studierende auf die Straße gehen. Der fzs fordert eine aktuelle Stunde im Bundestag zu diesem Thema, um mit verschiedenen Akteur*innen eine Lösung für die untragbare Situation entwickeln zu können.

 
fzs: BAföG wird 40 - und steckt noch in den Kinderschuhen PDF Drucken E-Mail
01.09.2011: Berlin (fzs). Am 1. September 1971 trat das Bundesausbildungsförderungsgesetz in kraft.

Heute profitieren ca. 25% der Studierenden von dem Zuschuss. Teilweise werden zweistellige Beträge ausgezahlt. Bedarfsdeckende Breitenförderung sieht anders aus.

"Dass über 60% der Studierenden trotz BAföG arbeiten zeigt deutlich, dass hier keine Bedarfsdeckung vorliegt. Außerdem zeigt der geringe Anteil der Empfänger*innen, dass die Berechnungsgrundlage nicht funktioniert - Abhilfe würde ein elternunabhängiges BAföG schaffen.", sagt Torsten Rekewitz, fzs-Vorstandsmitglied.

Ein weiteres Problem des BAföG ist die Altersgrenze, die einer Förderung von bereits Berufstätigen Studierwilligen ein Studium oft versperrt. Christin Eisenbrandt, ebenfalls fzs-Vorstandsmitglied hierzu: "Dass im Zuge des Bologna-Prozesses lebenslanges Lernen gefordert wird und beim BAföG eine Altersgrenze von 35 Jahren existiert, ist unvereinbar und muss geändert werden."

Auf positive Änderungen kann jedoch vorerst angesichts der gestrigen Äußerungen der Bildungsministerin Annette Schavan jedoch nicht gehofft werden.

Erik Marquardt, ebenfalls Vorstandsmitglied im fzs, erläutert: "Dass sich Bildungsministerin zum BaföG-Geburtstag gegen eine weitere Erhöhung ausgesprochen hat, ist absurd. Stattdessen setzt sie sich für Stipendiensysteme ein. Diese Stipendien lösen das drängende Problem der sozialen Selektion nicht, sondern verschärfen es noch. Wir würden uns freuen, wenn das Bundesministerium etwas Problembewusstsein entwickeln könnte."

Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften fordert die Reform des BAföGs hin zu einem alters-, eltern- und herkunftsunabhängigen, bedarfsdeckenden Vollzuschuss. Nur so kann die soziale Selektion an Hochschulen eingedämmt und Chancengleichheit für alle Studierenden erreicht werden.

 
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